Unfrisierte Gedanken
& Meinungen
Eine Sammlung von
Gedanken & Meinungen, die über
die Tagesaktualität
hinausgehen.
Weder Buch noch
Zeitungs-Kommentar.
Eine nicht so brave Zwischenform.
Zusammengestellt aus aktuellen Mails an
die Community.
Wenn etwa 400 Seiten zusammengekommen sind, wird daraus
ein Buch,
das Ihr als PDF-Datei downloaden könnt.
Zeitgeschichte
– unfrisiert – aus der Sicht „von unten“.
Kostenlos.
Inhaltsverzeichnis:
- Offener Brief an Frau Außenministerin Baerbock
zum Thema 360°-Drehung – 23.02.2023 - Zu mdr fragt 23.01.2023:
Ich lehne jede Altersbegrenzung für ältere Autofahrer ab!“ - Volksstimme vom 16.02.2023:
„Habermas dringt auf Verhandlungen“ - Melnik fordert zehn Mal mehr Militärhilfe
- Antwort auf eine Antwort
- Offener Brief an Herrn Präsident der Republik Frankreich,
Emmanuel Macron, hinsichtlich Europäischer Souveränität“
vom 14.04.2023 - Antwort des Leiters des Büros des Präsidenten vom 02.05.2023
Johannisburg: BRICS erweitert sich zu BRICS-plus
Das souveräne Europa aller Europäer (September 2023)
Hallo, Ihr Lieben,
diese Antwort auf eine Antwort kommt ausnahmsweise öffentlich – ist aber kein April-Scherz.
Lieber Ekkehart !
Du hast uns ja damit eine so vorzügliche und vollständige Oster-Friedenspredigt beschert, hab `besten Dank dafür. Ich darf sie doch weitergeben, ….
(Antwort von Gerhard zur Meinung am Montag „Warum starb Jesus?“)
wenn Du meine Texte weiterleitest, lieber Gerhard,
bin ich Dir sehr dankbar – und da musst Du generell nicht um Genehmigung nachfragen,
obwohl ich mich über jedes Feedback freue.
Du hast sicher aus meinen Büchern meine Einstellung zu Kirche herausgelesen.
Als Predigt war meine Meinung zum Montag eigentlich nicht gedacht.
Aber schon
vor Beginn des Ukraine-Krieges – war ich mir sicher, dass
ein liebevoller Schöpfer seine schützende Hand über seine Schöpfung & seine Geschöpfe halten muss.
Denn wenn das nicht so wäre,
hätte längst irgend ein Kriegstreiber den roten Knopf gedrückt.
Mit Verstand hat das ja alles nichts mehr zu tun.
Wir leben in einer Zeit, in der rasant die Macht des weißen Mannes schwindet.
Eine Atom-Macht versucht – im Bündnis mit anderen mächtigen Atom-Mächten – den Platz
der alten Atom-Vor-Macht einzunehmen.
Wir erleben eine globale Umbruchs-Situation.
Solche Umbrüche sind in der Menschheitsgeschichte selten friedlich abgelaufen.
Aber zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte verfügt diese
Umbruchs-Situation über Atomwaffen.
In dieser hochgefährlichen Phase
wird die Vor-Macht des weißen Mannes – die USA – von einem sichtbar hinfälligen alten Mann regiert.
Diesen alten Mann will ein „Umstürzler“, ablösen, der derzeit über gute Wahl-Prognosen verfügt.
„Umstürzler“ ist nicht als Nachfolger des „Umstürzlers Jesus“ zu verstehen.
Die Botschaft dieses „Umstürzlers“ sind Hass & Lüge.
Seine „Jünger“ waren bereit – in seinem Namen – das Kapitol, die Stätte der Demokratie, zu stürmen & zu verwüsten.
In dem neuen Buch „2000 Jahre nach Christus – Hat die Zukunft eine Zukunft? – S. 399“ zitiere ich
die Süddeutsche Zeitung vom 14.9.2021.
Wenn wir „verstrahlten Friedens-Spinner“, „Weicheier“, „Vaterlandsverräter“, „Putin-Versteher“ vom Frieden schwafeln, ist das ja typisch für uns „Looser“.
Inzwischen genieße ich die Verachtung, die aus der Strack-Zimmermann, dem Hofreiter und den anderen Kriegs-Befürwortern tönt. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, hätte Jesus gesagt.
Die Süddeutsche berichtet in diesem Artikel über einen ganz unglaublichen Vorgang.
Da wussten zwei „Friedensfreunde“ – zwei gegnerische Generalstabs-Chefs –
was sie zu tun hatten – aus Verantwortung vor der Schöpfung.
Dagegen hören sich Strack-Zimmermann, Hofreiter & Co. einfach nur armselig an.
„USA-China:
Oberster US-General befürchtete, dass Trump einen Krieg beginnt
Telefonierte hinter dem Rücken des Präsidenten mit China: General Milley.
Zwei Mal rief Milley einem Enthüllungsbuch zufolge sein Gegenüber in Peking an,
Der Generalstabschef stellte demnach sicher,
dass ein Einsatz von Atomwaffen nicht allein von seinem Präsidenten abhing….
….Die Spitzen des Militärs in den USA und China befürchteten
wegen Donald Trump einen Krieg – und sprachen sich darüber zwei Mal
hinter Trumps Rücken ab.
Das berichten Bob Woodward und Robert Costa von der Washington Post
in ihrem neuen Buch „Peril“ (Gefahr), ….
sorgte sich dem Buch zufolge, Trumps Verhalten könnte zu einem Krieg mit China führen.
Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl vom 3. November 2020 war er
dermaßen beunruhigt, dass er sein chinesisches Gegenüber Li Zuocheng anrief
und ihm versicherte, die USA würden nicht losschlagen. ….“
(Quelle und den kompletten Artikel: Süddeutsche Zeitung – 14. 9.2021)
Um gleich dem vorstehend erwähntem Gegeifer vorzubeugen:
Ich weiß, dass weder in China, Russland, Indien diese Meinung am Montag erscheinen dürfte. Sie erscheint in Europa, weil Europa nicht China, Russland, Indien ist.
Ich hoffe, dass uns Europa erhalten bleibt & dass der Krieg auf europäischem Boden nicht so ausgeweitet wird, dass Europa atomar eingedampft wird.
Der Ausdruck einer solchen Hoffnung gehört nicht in die „populistische Schublade“ gepackt, weil er von echter Sorge getragen ist.
Ist es unwahr, dass unsere Unterstützung der Ukraine mal mit Stahlhelmen & Verbandszeug begann?
Ist es unwahr, dass dann Schützenpanzer, dann Haubitzen, dann Panzer, dann Flugzeuge, dann Flugzeugabwehr folgten?
Ist es unwahr, dass jetzt Fabriken für Artillerie-Munition aus dem Boden gestampft werden?
Ist es unwahr, dass wegen des Marschflugkörpers vom Typ „Taurus“ Strack-Zimmermann, Hofreiter & Co aus der Koalition
ausscherten und der eigenen Regierung in den Rücken fielen, um die Ausweitung des Krieges voranzutreiben?
Ist es unwahr, dass Macron über den Einsatz von westlichen Bodentruppen in der Ukraine redet und ihn osteuropäische Scharfmacher unterstützen?
Ist es unwahr, dass nach „Taurus“ & westlichen Bodentruppen nicht mehr viel kommen kann. –
• Geht es dann um Atomwaffen?
Ihre Erfolge sind aktenkundig.
Die Vorwürfe & das Echo der veröffentlichten Meinung gegen einen verantwortungsvollen
Bundeskanzler ebenso.
Denen wird, zu gegebener Zeit, bestimmt der passende Spruch einfallen – wie bisher.
Putin redet schließlich bereits heute davon.
Oder ist es ein Menschenrecht, in einer hoch-zivilisierten Phase der menschlichen Entwicklung, –
ganz ohne Kriege zu leben?
- Gibt es im Atom-Zeitalter, in dem Atom-Mächte niemals kapitulieren, eine Alternative zu Diplomatie, die ein friedliches Miteinander erarbeitet?
- Könnte uns die Klima-Katastrophe letztlich zu diesem friedlichen globalen Miteinander zwingen, weil diese Katastrophe nur global & gemeinsam zu meistern ist? Und wir nur eine Erde haben, die wir nur gemeinsam als die Heimat aller Menschen erhalten können?
Die Frage dieses Jahrhunderts wird sein, ob der „weiße Mann“ durch „andere starke Männer“ abgelöst wird.
Oder ob die Menschheit endlich ihren Anspruch auf eine friedliche, zivilisierte Zukunft realisiert –
ohne Feinde, die getötet werden müssen.
Die Beantwortung dieser Frage kann mit der Ukraine & Taiwan beginnen.
Die Frage ist hier nicht,
ob das alte Männer & die Profiteure im Hintergrund wollen oder nicht,
sondern
dass die Menschheit ein Recht auf Frieden besitzt.
Ich denke, dass eine Diskussion darüber überfällig ist.
Antwort des Leiters des Büros des Präsidenten vom 02.05.2023
Übersetzung mit DeepL
(Das Original können Sie sich hier als pdf herunter laden)
Paris, am 2. Mai 2023
Sehr geehrter Herr,
Herr Emmanuel MACRON hat mir die Aufgabe anvertraut, Ihnen für Ihre Bemühungen zu danken und Ihnen zu versichern, dass er Ihre Anmerkungen zur europäischen Souveränität zur Kenntnis genommen hat.
Am 26. September 2017 stellte der Staatschef an der Sorbonne seine Vision der Europäischen Union vor und sprach sich für die Neugründung eines souveränen, geeinten und demokratischen Europas aus, um unserem Land und unserem Kontinent Handlungsfähigkeit und eine Stimme in der heutigen Welt zu verleihen.
Die Krisen, die wir in den letzten Jahren durchlebt haben, haben die Richtigkeit des europäischen Modells gezeigt, das Solidarität bewiesen und seine Fähigkeit, besser zu schützen, unter Beweis gestellt hat, sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht, mit dem Konjunkturprogramm „Next Generation EU“ und einer historischen Ausgabe gemeinsamer Schulden, als auch in gesundheitlicher Hinsicht, wo Europa die meisten Impfstoffdosen der Welt herstellt.
In diesem Zusammenhang ist uns auch bewusst geworden, wie wichtig es ist, unsere Abhängigkeit zu verringern und unsere strategische Autonomie zu stärken.
In seiner Rede in Den Haag am 11. April betonte der Staatspräsident, dass er sich weiterhin entschlossen für Europa einsetzen wolle. Bei dieser Gelegenheit nannte der Staatschef auch die fünf Säulen dieser neuen Doktrin der Souveränität: Schutz, Gegenseitigkeit und Zusammenarbeit.
Die europäische Souveränität ist eine absolute Notwendigkeit. Durch sie können wir unsere Werte schützen und unser europäisches Modell und seine Stärken bewahren.
Bitte nehmen Sie den Ausdruck meiner besten Gefühle entgegen.
Offener Brief an Herrn Präsident der Republik Frankreich, Emmanuel Macron,
hinsichtlich „Europäischer Souveränität“
vom 14.04.2023
im Gegensatz zu Äußerungen hiesiger Volksvertreter, die scheinbar die Meinung ihres Volkes wenig kennen, und der hiesigen überwiegenden veröffentlichten Meinung
unterstütze ich nachdrücklich Ihre Ausführungen hinsichtlich der „Europäischen Souveränität“.
„Europäische Souveränität“ ist längst überfällig und notwendig.
Ihre vorgetragenen Gedanken zeugen von großem Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem „Projekt Europa“, auf das seit Jahrzehnten Unzählige so große Hoffnungen setzten.
Außer seiner Wirtschaftsleistung ist Europa bis jetzt global-politisch ein Niemand. Die fragwürdige NATO-Ost-Erweiterung hat Europa nicht sicherer gemacht, sondern in einen Krieg gestürzt.
Besonders hervorzuheben sind Ihre Gedanken eines dritten Weges europäischer „kooperativer Offenheit für Partnerschaften“.
Diese Art von Partnerschaft wird sich nicht gegen irgendeinen Partner richten.
Im Gegenteil. Eher kann sie allen Partnern nützen, indem sie alte abendländische Werte durch eine kluge Politik auferstehen lässt.
Das ist sicher nicht mehr die Herrlichkeit des weißen Mannes, die abgelaufen ist, sondern ein Denken und Handeln, das dem 21. Jahrhundert würdig ist.
Es sind die Werte, die bester europäischer Geist hervorbrachte. Aufklärerische Werte der Vernunft, des Humanismus und der Freiheit. – Nicht nur der Freiheit des Kapitals. Sondern Freiheit verbunden mit Gleichwertigkeit und Brüderlichkeit.
Kein anderer Kontinent als der unsere muss Millionen Tote zweier Weltkriege beklagen. Es sind Belege für den Irrsinn, Probleme mit Gewalt zu lösen.
Unsere Historie begründet unser Recht auf einen eigenen, souveränen Weg.
Zumal wir in einer Epoche leben, für die die Logik gilt, dass „Atommächte niemals kapitulieren“ und „Wirtschaftskriege nur globalen Schaden für alle anrichten“.
Solche Werte eines souveränen Europas bieten sich wahrhaftig an, wenn es um eine friedliche und fortschrittlich weiterentwickelte Weltordnung geht,
in der Europa über seinen Platz verfügt. Zum Nutzen Europas und anderer Partner.
Deswegen sind Ihre Gedanken aller Mühen wert.
Ich denke, dass nicht nur ich Ihnen Erfolg und Kraft für Ihre Bemühungen zu diesem europäischen Fortschritt wünsche.
Beste Grüße!
Ekkehart Gämlich
Kopie dieses Briefes:
Europäische Union Brüssel Kommission und Parlament – Regierung und Parlament Deutschlands, –
an alle Botschaften in Deutschland vertretener EU-Mitgliedsstaaten,
ca. 200 maßgebliche deutsche und europäische Presse-Organe, div. Info-Portale,
Mitbürgerinnen & Mitbürger.
Volksstimme vom 16.02.2023:
„Habermas dringt auf Verhandlungen“
lehnt Jürgen Habermas Waffenlieferungen an die
Ukraine nicht ab, sondern fordert gleichzeitige
Verhandlungen, die dieses Morden in Europa
beenden.
Auch Wagenknecht, Schwarzer und die ehrenwerten Mitunterzeichner verdienen Anerkennung, denn
täglich sterben auf beiden Seiten Menschen. Auf
beiden Seiten! Auf beiden Seiten verlieren Kinder, Ehefrauen, Eltern, den Papa, den Liebsten,
die Tochter oder den Sohn.
Zu Recht kritisiert Habermas den “kriegstreiberischen Tenor einer geballten veröffentlichten Meinung“.
Menschliche Aspekte gelten bei diesem Tenor nur
für die eine Seite – sofern diese Aspekte bei der
Berichterstattung überhaupt eine Rolle spielen.
Auch bei der „gefährlichen Eigendynamik“ liegt
Habermas richtig. Wir haben mal mit Stahlhelmen
und humanitärer Hilfe angefangen.
„Kampfpanzer kommen nie in Frage“. – Nein, weil die großmäuligen europäischen Antreiber plötzlich nicht liefern können. Deutschland liefert aber.
„Nein, die NATO lässt sich nicht in den Krieg hineinziehen“. Sagen wir heute, obwohl wir heute schon massenhaft liefern. Und was ist morgen?
„Atomwaffen werden wir nie einsetzen“. Hören wir heute. – Und morgen?
Russland ist groß. Amerika ist weit weg und verdient gut am Krieg. Europa zahlt die Zeche.
Und die Ukraine wird zerbombt.
Ihr erwächst täglich neues Leid.
Und an der Geistesgröße Habermas vergreift sich wieder der Ex-Botschafter Melnik.
Sein Geplapper ist nicht annähernd Habermas gewachsen. Indem er ausgerechnet Kant und Hegel zitiert, macht er sich einfach nur lächerlich.
Aufklärung ist laut Kant „der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Durch den Gebrauch seines Verstandes.
Sehen wir hier etwas von der Mündigkeit des NATO-Europas – einschließlich der Ukraine? –
Oder sehen wir devotes Vasallentum gegenüber dem Imperator USA?
Und was hat Krieg mit Verstand zu tun?
Hegels Philosophie erhebt den Anspruch, die gesamte Wirklichkeit in der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen einschließlich ihrer geschichtlichen Entwicklung zusammenhängend, systematisch und definitiv zu deuten.
(Quelle: Wikipedia).
Dann deuten wir doch mal „zusammenhängend die geschichtliche Entwicklung“.
Russland unter Gorbi wurde im März 1991 zugesagt, dass die NATO an der Elbe endet. Die Aufnahme Polens in die NATO war damals ausgeschlossen. Über entsprechende, in Großbritannien aufgefundene Geheimdokumente berichtete die „WELT“ am 18.02.2022.
Zwei Jahre nach diesem Beschluss änderten die USA diese Linie und begannen die Erweiterung schrittweise bis an die russische Grenze.
Brauchten wir eine solche NATO-Erweiterung? – Nein. – Brachte sie Europa Frieden? – Nein!
Oder wie war das mit dem Maidan-Massaker im Februar 2014?
Über 100 Tote. Darunter 20 Polizisten. Getötet mit gezielten Brust- oder Kopfschüssen, die aus dem Konservatorium kamen. Durch Scharfschützen. Laut der Wiener Zeitung gab einer der Scharfschützen gegenüber BBC zu, bereits im Januar angeheuert worden zu sein. –
Das Konservatorium war derzeit von Faschisten besetzt, denen Melnik nahe zu stehen scheint (Mehr Infos: Wiener Zeitung – 20.2.2022 „Der wacklige Heldenmythos der Ukraine“, – SPIEGEL-18.02.2015-„Das unaufgeklärte Massaker“).
Faschisten in der Ukraine sind nicht nur ein „Russen-Märchen“. Sie sind Realität. Sie haben allen wehrfähigen Männern die Ausreise untersagt. Oppositionsparteien und freie Medien sind verboten. Putin kann von denen noch was lernen.
Als Europäer sollten wir uns fragen,
ob wir noch mehr solche Melniks – und solche Geisteshaltung – in der EU benötigen.
Auch wenn er sich erdreistet. Kant und Hegel zu zitieren, passt dessen – und seiner Kumpane – Denkrichtung nicht ganz zu unseren „Europäisch-abendländischen Werten“.
Wir haben schon die „Visegrád-Gruppe“. Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei:
Auf Europa herumtrampeln, europäische Werte und Regeln missachten, aber europäisches Geld sehr gern abkassieren.
Aus humanitären Gründen helfen? –
Ja, und zwar großzügig.-
In die EU aufnehmen? – Nein, danke.
Eventuell assoziieren und Geld geben.
Mehr aber bloß nicht!
Hallo, über welch erbärmlich-gefährlichen Schwachsinn diskutieren wir hier?
Offener Brief an Frau Außenministerin Baerbock
zum Thema 360°-Drehung – 23.02.2023
nicht immer ist der Leitfaden der Rhetorik zutreffend, wonach „es nicht wichtig ist, was man sagt,
sondern wie man es sagt.“
Manchmal sollte man vorher schon darüber
nachdenken, was man sagt.
Nützlich könnte auch sein, sich mit Leuten
auszutauschen, die wirklich von der Materie Ahnung haben.
Dabei denke ich an Fälle, wie diese:
„Baerbock und der Wählerwille: Unkluge
Flapsigkeit“ (Merkur.de, 08.09.2022), „Baerbocks
diplomatische Dummheit“ (Esslinger Zeitung 02.09.2022), „Ist Außenministerin Baerbock der
Wählerwille egal?“ (Neue Züricher Zeitung 02.09.2022),
Oder:
„Hat Baerbock Russland den Krieg erklärt?“
(ZDF 26.01.2023.) „Nein, Frau Baerbock! Wir sind nicht im Krieg mit Russland.“ (focus.de 29.01.2023),
„Baerbock fliegt Kriegs-Aussage um die Ohren.“
(ntv 27.01.2023).
Auf der Münchener Sicherheitskonferenz
lieferten Sie gekonnt die hohe Schule
der Peinlichkeit.
Ich zitiere auszugsweise den express.at vom 21.02.2023:
Neuer Baerbock-Sager: Ukraine erst sicher, wenn sich Putin „um 360 Grad“ dreht.
„…. Wenn ein Staatsmann seine Politik radikal
ändert, spricht man von einer „180-Grad-Wende“.
(Das ist natürlich im übertragenen Sinn gemeint:
Nach einer Drehung um 180 Grad blickt man in die entgegengesetzte Richtung.)
Außenministerin Baerbock hat in München eine „360-Grad-Wende“ von Putin gefordert. ….“
„ …. Unklar ist, was die bewirken soll. Wer sich
nämlich um 360 Grad dreht, der hat sich einmal im
Kreis gedreht.
Nachher ist einem eventuell ein wenig schwindlig, aber die Blickrichtung ist die Gleiche geblieben. Geändert hat sich somit eigentlich nichts. ….“
„…. Mit ihrem Sager sorgte sie für ungläubiges Staunen, speziell in Asien, Afrika und Amerika.
Ihre Aussage fiel bei einem Podiumsgespräch, an dem auch US-Außenminister Antony Blinken und ihr ukrainischer Amtskollege Dmytro Kuleba teilnahmen. ….“
Bei der Konferenz blieb es bei bourgeois-höflicher
Freundlichkeit. Ich möchte aber nicht wissen, welche Häme sich dahinter verbarg.
Oder sich, auf den Gängen oder in der Herren-
Toilette, flüsternd entlud.
Auf zahlreiche drastische Meinungsäußerungen in
den sozialen Medien möchte ich hier nicht näher
eingehen.
Ich weiß aber nicht, ob die Frage angebracht ist, ob das deutsche Volk der Dichter und Denker von
fortgesetzten derben Peinlichkeiten wirklich global
angemessen repräsentiert wird.
Sollte eine Ministerin den Eindruck gewinnen, dem
Amte nicht gewachsen zu sein, steht ihr durchaus
die Möglichkeit des Amtsverzichtes offen.
Deutschland verfügt – mindestens in seinen
Großstädten – über ein gut ausgebautes Netz von
Erwachsenen-Bildungseinrichtungen.
Deren Inanspruchnahme kann durchaus bei der
künftigen Berufswahl hilfreich und nützlich sein.
Tagesschau vom 22.04.2023:
„Melnik fordert zehn Mal mehr Militärhilfe“
Stil abendländischer Erziehung war mal, „wenn dir
die Oma einen Apfel oder Süßigkeiten schenkt,
sagst du ‚danke‘.“
Danke kann man so oder so sagen.
Der ukrainische Sudel-Botschafter Melnik tat das
auf seine „ukrainisch-diplomatisch-charmante“ Art,
die vor ihm noch kein Botschafter unserem Volk zugemutet hat.
Dass Frau Ministerin Baerbock zu diesen Entgleisungen mal Stellung genommen hat, ist mir nicht bekannt.
Jetzt ist dieser Herr Vize-Außenminister geworden. – Sudeln lohnt sich. –
Er soll aber für andere Regionen zuständig sein.
Obwohl vorgeblich nicht zuständig, hat dieser Herr jetzt festgestellt, dass die monatlichen Milliarden für die Ukraine „verzehnfacht“ werden müssten.
So wie ich unsere derzeitige Regierung kennenlernen musste,
wird sie schweigen und zahlen. Weil wir das so gewöhnt sind.
Melnik ist ja längst kein Einzelfall oder eine Ausnahme. Der (faschistisch?) mindestens ultra-rechte, terroristische Stepan Bandera gilt auch heute noch in der Ukraine als „Nationalheld“.
(Siehe Neue Züricher Zeitung vom 15.08.2022 „Schwieriges Erbe. Wie soll die Ukraine mit dem „Nationalhelden“ Stepan Bandera umgehen?).
Vermutlich einer in hoher Position, der dessen
Denkrichtung folgt, besudelte in übelstem
Ukraine-Stil unsere Friedensbewegung
und die Ostermärsche.
In Summe kann das nur bedeuten, dass die armen geschundenen Menschen der Ukraine wirklich alle Unterstützungen verdienen, die uns möglich sind. Das gilt auch für den Wiederaufbau.
Aber ein Land, das sich so darstellt und positioniert gehört nicht in die EU, weil es bei der EU auch um Werte geht.
Polen, Ungarn und andere sollten da eine Warnung darstellen.
Zu mdr fragt 23.01.2023:
Ich lehne jede Altersbegrenzung für ältere Autofahrer ab!
Warum nicht Raser & Unfälle?
Oder LKWs verbieten?
niemand, obwohl diese ein viel größeres Problem
auf den Straßen darstellen.
Oder warum wird Autobahn-Tempo 130 seit
Jahrzehnten hintertrieben?
Im Kapitalismus darf jeder, wie er will. Regeln gelten für andere.
Rote Ampeln sind eine Empfehlung.
Aber an dem „nutzlosen schwachen Alten“ kann
man sich so richtig austoben.
Oder kennen Sie nicht den Hass gegenüber zu „langsam fahrenden Scheintoten“?
Lichthupe-blinkende, linksfahrende Raser als Psychopathen in die Nervenklinik zwangsweise einzuweisen, hat noch niemand gefordert.
Oder dito für die „absolut angesagten Zweirad-Chaoten“.
Aber Ärzte verpflichten, ihre kranken alten Patienten an das Straßenverkehrsamt zu verpfeifen! –
Schon mal was von Arztgeheimnis oder Würde des Menschen gehört? – Eine Demokratie kennt dafür keine altersmäßige Begrenzung.
Hallo, über welch erbärmlich-gefährlichen Schwachsinn diskutieren wir hier?
Hallo, Ihr Lieben,
Hier folgt eine Reihe zur Zukunft Europas in einer veränderten Welt unter dem General-Titel:
Das souveräne Europa aller Europäer.
(Aussendung September / Oktober 2023)
Herrn Präsident der Republik Frankreich, Emmanuel Macron, gewidmet.
Ein souveränes Europa ist nicht anti-amerikanisch
Bitte, entschuldigt, dass ich nochmals – aus aktuellem Anlass
– zu der „dramatischen geopolitischen Veränderung durch BRICS-plus“ zurückkehre.
Punkt 1
– Beim G20-Treffen 2009 in London spionierte der britische Geheimdienst systematisch Mobilfunk, E-Mails und Computer von G20-Diplomaten aus.
Kapitel 19.5.)
Punkt 2
Punkt 3
Hinsichtlich des „BRICS-plus-Bündnisses der Uneinigen“ (Handelsblatt vom 25.08.2023) versuche ich klarzulegen, dass solche Bündnisse aus unterschiedlichen Interessen bestehen, die aber eine generelle Grundlage eint. Bei BRICS-plus ist das die Gegnerschaft zum Westen, mindestens bei vielen Mitgliedern.
eint – als stabiles Werte-Bündnis – unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Auch wenn für uns diese Ordnung „Normalität“ bedeutet, ist das eine schwer erkämpfte Kostbarkeit, die es zu schützen und zu bewahren gilt. Nicht nur durch eine Verfassung, sondern durch jede Demokratin und jeden Demokraten.
Jeder Staat hat gegenüber seiner Bevölkerung die legitime Pflicht, für eigene Interessen einzutreten und diese zu wahren. Das gilt für die USA in gleicher Weise wie für die europäischen Staaten der EU. Und das gilt global gegenüber allen Staaten.
Ein Bündnis der souveränen USA mit dem souveränen Europa – auf freiheitlich-demokratischer Grundlage – ist ein gleichwertiger Nutzen für die USA & für Europa; selbst wenn unterschiedlichen Interessen offen angesprochen und offen ausgehandelt werden.
Dauerhaftes Sinnbild dieses Bündnisses ist übrigens die Freiheits-Statue vor dem New Yorker Hafen, die Frankreich den USA schenkte. So viel als grundsätzliche Vorbemerkung.
Quelle: Wikipedia- Zbigniew Brzeziński- The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives, 1997, Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft – ISBN 9783864452499
Die NATO-Ost-Erweiterung wollten – gemäß Brzeziński – die USA. Und was nützt die NATO-Ost-Erweiterung Europa? Hätte es wirklich nicht gereicht, die Osteuropäer in die EU aufzunehmen und eventuelle Beistandsverträge abzuschließen?
Klug wäre gewesen, großzügige Wirtschaftshilfe der Ukraine zu gewähren. Die hätte den Russen auch nicht gefallen, weil Wohlstands-Vergleiche für Russland sehr gefährlich sein können.
Dazu hätte es nicht einmal eines EU-Mitgliedsantrages bedurft; NATO-Mitgliedschaft schon gar nicht. Stattdessen haben wir Krieg – mit nuklearen Drohungen – vor unserer Haustür – in Europa.
Kann es sein, dass es einmal historisch als „großer Fehler“ gelten wird, dass „der Westen“ – genauer: die USA – Russland in die Arme Chinas getrieben haben?
2007 – also sieben Jahre vor der Krim-Annexion Russlands – sagte er in einer Talk-Show:
Das muss bei jedem russischen Generalstabsoffizier Besorgnisse auslösen. Die Amerikaner haben heute militärische Stützpunkte in ungefähr 60 Staaten der Welt, davon einige ganz dicht an der sowjetischen Grenze in Zentral-Asien.
Und angeblich demnächst auf polnischem Boden, auf tschechischem Boden. – Estland, Lettland, Litauen, Polen, sind alle Mitglieder der NATO geworden. Das muss Unruhe auslösen.
Und ob es klug war, – das darf man sich fragen! ….“
Es wäre ein gutes Abkommen gewesen, das sicher viele Menschenleben verschont und einen schlimmen Krieg vermieden hätte. Warum scheiterte es? Mindestens ein Grund war, dass den „politischen Zwerg Europa“ niemand ernst nahm – gleichgültig, über welche Qualität dieses Abkommen verfügte. Über welches geopolitische Gewicht verfügt denn derzeit der „Wirtschafts-Riese Europa?“
(Präsident Frankreichs Emanuel Macron am 11.04.2023 in Den Haag.)
Frankreichs Präsident Macron sieht und begreift die dramatischen Realitäten. Er wiederholt seine Gedanken, die er bereits am 26.09.2017 in seiner historischen „Sorbonne-Rede“ vortrug. – Damals ohne viel Wirkung in Europa.
präzisiert Macron mit fünf Punkten in seiner Grundsatzrede in Den Haag am 11.04.2023. Diese Rede wird durch den Rabatz „begnadeter Kurzsichtigkeit“ lautstark unterbrochen. Die fünf Punkte nennen Selbstverständlichkeiten, über die kein Staat jemals diskutieren würde.
(Mehr Infos: Tagesschau – 11.04.2023 – Macrons Traum vom souveränen Europa).
„Macron pocht auf Europas Souveränität.“
„Paris weist Kritik an Macrons Taiwan-Aussagen zurück.“
Die Türkei hat 84,7 Mill. Einwohner und ist ein souveräner Staat.
Russland hat 143,4 Mill. Einwohner und ist ein souveräner Staat.
Die USA haben 331,9 Mill. Einwohner und sind ein souveräner Staat.
Die EU hat 448,4 Mill. Einwohner.
448,4 Mill. Einwohner haben diese Souveränität nicht. –
WARUM SOLL DAS SO BLEIBEN?
(Präsident Emmanuel Macron – Grundsatzrede in Den Haag – Quelle: Tagesschau 11.04.2023)
Eine Sprecherin des Élysée Palasts hat die heftige Kritik an Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu Taiwan & den USA zurückgewiesen.
Macron habe oft gesagt, dass Frankreich nicht gleich weit von den USA & China entfernt sei, sagte sie am Dienstag.
Frankreich unterstütze beim Thema Taiwan zudem den Status quo. Macron habe Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping klar gesagt, dass die Taiwan-Frage durch Dialog geklärt werden müsse.
(Qulle: Redaktions-Netzwerk-Deutschland – 11.04.2023)
Ich möchte Euern Leseeifer nicht überstrapazieren. Die folgenden Worte zum Montag behandeln die nachstehenden Gedanken.
„…. obwohl man ein dritter Pol sein könne.“
(Siehe vorstehenden Kasten „Der Standard vom 11.04 2023)
Die geopolitische Stärkung des „politischen Zwerges Europa“ durch Souveränität.
Eine europäische Armee in der NATO?
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
Das ist eine Reihe zur Zukunft Europas in einer veränderten Welt unter dem General-Titel:
Das souveräne Europa aller Europäer.
(Aussendung September / Oktober 2023)
Herrn Präsident der Republik Frankreich, Emmanuel Macron, gewidmet.
Europa – ein dritter Pol zwischen den USA und China.
Vom 15.11.1884 bis 26.02.1885 tagte die „Berliner Kongo-Konferenz“
So handeln Staaten auf dem Höhepunkt ihrer Herrlichkeit,
(Mehr Infos – auch zum besseren BRICS-plus-Verständnis: DW-26.02.20215-„Als in Berlin Afrikas Schicksal beschlossen wurde“; DLF-Kultur-26.02.2010-„Auf Kosten Afrikas“; Wikipedia: „Kongokonferenz“. )
Als 1914 monarchistische Dekadenz & Überheblichkeit
Die Faschisten ruinierten Deutschland nach zwölf Jahren „großdeutschem Sieg-Heil-Gefasels“
Die USA glauben – nach Brzeziński – die einzige Weltmacht zu sein. China – mit Russland und BRICS-plus im Schlepptau – bestreiten das. Und zwar zunehmend.
Die Historie lehrt uns, dass nichts endgültig ist – und dass das auch für „Weltmächte“ gilt.
Europa kann es nicht gleichgültig sein, ob die USA die „erste, einzige wirkliche & letzte Weltmacht“ gemäß Brzeziński ist. – Und wie lange sie das noch glauben.
Oder ob sie sich als Großmacht sehen, neben anderen Großmächten.
Oder als ein verantwortungsbewusster Staat in einer Staatengemeinschaft, die gegenseitig ihre Souveränität & ihre unterschiedlichen Interessen achten und friedlich-demokratisch regeln.
Europa kann dem Freund & Verbündeten USA raten, so viel als möglich helfen, – aber Entscheidungen treffen allein die USA.
Und die sind auch allein für ihre Entscheidungen verantwortlich.
Die geopolitische Stärkung des „politischen Zwerges Europa“ durch Souveränität.“
Dabei übersieht man, dass ihr Staat oft kleiner ist als ein Vorort globaler Mega-Städte. Die beschränkte Sicht ist ein Markenzeichen dieser Geisteshaltung.
Die Aussage unseres Alt-Kanzlers Helmut Schmidt darf ich vielleicht mal „unfrisiert“ abwandeln. Ob die Politik der USA immer klug war, „das darf man sich fragen“.
Mit der „Vernichtungswaffen-Lüge“ vor den UN sichern sie sich den Ölreichtum Iraks. Sie hinterlassen einen gescheiterten Staat, dessen Flüchtlinge nicht die USA – sondern Europa überlasten. Sie inszenieren den „Arabischen Frühling“ von Tunesien, Libyen bis Syrien. Mindestens in Syrien unterstützen sie massiv die Regierungs-Gegner.
Sie schaffen gescheiterte Chos-Staaten, deren Flüchtlinge inzwischen für Chaos in Europa sorgen. Die veröffentlichte Meinung kehrt das noch geflissentlich unter den Teppich.
Von Ukraine-Flüchtlingen & deren Privilegien spricht man nicht. Bürgermeister mit Verantwortungsgefühl für ihre überfüllte Stadt & unsere Demokratie werden da schon etwas deutlicher & lauter. Könnte man das vielleicht „Politik auf Rechnung Dritter“ nennen?
Nachdem dieser Text bereits fertig war, lenken aktuelle Ereignisse den Blick auf den inneren Zustand der USA. – Mit großer Besorgnis!
Die USA leiden zunehmend unter den „Irrtum des Milton Friedman“: „Nur ein entfesselter Markt führt zu absoluter Freiheit.“
(„Kapitalismus und Freiheit“ – Milton Friedman – „Wirtschafts-Wissenschaftler“ der neo-liberalen Chicagoer Schule – siehe Wikipedia.)
Die Opfer der neo-liberalen Hemmungslosigkeit des Kapitals sind ruinierte unzählige Mittelständler. Mittelständler,- also keine, die Soziologen „Bodensatz“ nennen.
Ehemals staatstragende Mittelständler machte der Neo-Liberalismus zu „Verlierern“ & treuen Trump-Wählern & Demokratie-Verächtern, die das Kapitol stürmen. Ihrem Anführer Trump können noch so viele Prozesse gemacht werden. Sie halten ihm die Treue & jeder Prozess steigert dessen Popularität bei dieser Zielgruppe. Die AfD-Zahlen in Deutschland und der europaweite Rechts-Ruck beweist, dass dieser Ungeist auch bei uns angekommen ist & massiv unsere Demokratie bedroht.
Nochmals, weil man dringend warnen muss, bevor es zu spät ist:
Unser hohes Gut Demokratie ist bedroht!
- In den USA wurde der Sprecher des Repräsentantenhauses, Kevin Mc Carthy, von rechten Ultras seiner eigenen Partei gestürzt; was einen, in der Historie der USA, einmaligen Vorgang darstellt.
- Er war an einem Deal für neue Schulden dieses überschuldeten Staates beteiligt.
- Der Preis dafür war ein Stopp der weiteren finanziellen Unterstützung der Ukraine.
- Einige Beobachter fragen sich jetzt schon, ob das ein Rückzug wird, wie der Rückzug von Vietnam bis Afghanistan – und Europa wieder mal sehen muss, wie es mit den Folgen klarkommt.
Ihr Lieben, erinnert diese Lage irgendwie an die Spätphase des alten Roms?
Hat Macron Unrecht, wenn er fordert, „unser eigenes Schicksal zu gestalten, anstatt – ich würde sagen – nur Zeugen der dramatischen Entwicklung dieser Welt zu sein“?
Sind wir nur Zeugen der dramatischen Entwicklung unserer Welt – oder Betroffene,
Betroffene einer Politik, auf die wir kaum – oder keinen Einfluss haben?
Den inzwischen breit etablierte Trumpismus in den USA darf Europa nicht weiter gleichgültig hinnehmen!
Wie soll global ein Europa ernstgenommen werden,
das als Briefträger, Sprachrohr oder gehorsamer Gehilfe der USA agiert & empfunden wird?
Ein Europa, das sich nicht nur unter Trump, einem „Amerika first“ beugt. Zu unserem Schaden.
Beispielsweise: „Wenn Russland angreift gibt es kein Nordstream mehr.“ (US-Präsident Biden vor Beginn des Ukraine-Krieges.)
Welcher europäische Politiker (vielleicht außer Präsident Macron) hat schon mal ernsthaft versucht, den USA klarzumachen, dass einer multipolaren, differenzierten Welt
- westliche Ansichten,
- aus differierenden, souveränen Sichtweisen, Denkrichtungen & Interessen,
- aber auf gemeinsamer freiheitlich-demokratischer Basis
- erfolgreicher zu vermitteln sind, als durch einem einsamen „Vorbeter USA, der von einem europäischen Halleluja-Chor bejubelt wird“?
Dass die USA bis jetzt scheinbar noch nicht auf diese Idee gekommen sind, ist diesen wirklich nicht vorzuwerfen. Europäischen Regierungen aber sehr wohl.
Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Übernahme zusätzlicher Leistungen oder Kosten, wofür auch immer.
Das tut Europa bereits reichlich, – ohne dass sich dieses bisher auf europäische Souveränität auswirkte.
Es geht um die selbstständige souveräne Zusammenarbeit zweier gleichwertiger souveräner Partner. In einer dramatisch veränderten Welt.
Zu beider Nutzen.
Diesen beiderseitigen Nutzen müssen die Verantwortlichen der USA und Europas erkennen und gemeinsam gestalten.
Miteinander statt gegeneinander. Zu einer effizienteren Gemeinsamkeit.
Vielleicht darf hier mal darauf hingewiesen werden, dass die USA schon oft – in vielen Bereichen – von den Europäern mehr Engagement gefordert haben. Die Voraussetzung dafür ist aber eine starke Stimme eines souveränes Europas – und nicht das Piepsen eines politischen Zwerges, den niemand ernst nimmt.
Abgesehen vom gemeinsamen Nutzen zweier nicht nur wirtschaftlich starker Partner in einer derzeit unübertroffenen freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung, haben 448,4 Mill. europäische Menschen ein Recht auf volle Souveränität.
So viel für heute. Nächsten Montag folgt:
Eine europäische Armee in der NATO, mit der NATO oder neben der NATO?
Soviel bis hier hin als Grundlage zum Thema.
Ich möchte Euern Leseeifer nicht überstrapazieren. Die folgenden Worte zum Montag behandeln die nachstehenden Gedanken.
„…. obwohl man ein dritter Pol sein könne.“
(Siehe vorstehenden Kasten „Der Standard vom 11.04 2023)
Die geopolitische Stärkung des „politischen Zwerges Europa“ durch Souveränität.
Eine europäische Armee in der NATO?
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
Entschuldigung, dass ich Euch schon wieder mit meinem Computer belästige:
Am Montag dieser Woche bekamen wir plötzlich massenhaft Anrufe, wegen meiner Mail.
Wie es meiner Kehlkopf-Entzündung geht, ob ich wieder sprechen könnte & jemand empfahl sogar eine gute Ärztin.
Andere fragten mich nach den Apple-Gutscheinen, die sie für mich beschaffen sollten.
Falls Ihr auch betroffen wart: Das alles war Fake!
Natürlich habe ich nichts mit dem Kehlkopf & ich brauche auch keine Apple-Gutscheine.
Ich konnte herausfinden, dass etwa vor Oktober/November 2022 in mein System eingebrochen & eine Menge Adress-Daten entwendet wurden.
Alle, die nach diesem Datum hinzu kamen, erhielten diesen Mails nicht.
Das scheint denen trotz Anti-Viren-Programm gelungen zu sein.
M. aus Dortmund: „Ich habe sofort gemerkt, dass da was nicht stimmt. Wir sind ja nicht per Sie.“
Und ich habe mich ja auch gewundert.
Wer mein neues Buch haben möchte, braucht deswegen nicht mein System zu knacken.
So eine Rekonstruktion ist ja nicht billig. Mein Buch bekommt jede/jeder/jedes als pdf geschenkt. Und für ein „Wort zum Montag“ an jedem Montag, genügt die Mail-Adresse.
Damit genug der Vorrede!
Das ist eine Reihe zur Zukunft Europas in einer veränderten Welt unter dem General-Titel:
Das souveräne Europa aller Europäer.
(Aussendung September / Oktober 2023)
Herrn Präsident der Republik Frankreich, Emmanuel Macron, gewidmet.
Eine europäische Armee in der NATO, – mit der NATO – oder neben der NATO?
1945
erlebte ich das Bombardement meiner Heimatstadt Dresden.
1960/61
leistete ich meinen Wehr-Ersatzdienst im St. Franziskus-Hospital, Münster, als Hilfs-Maurer bei einem Ex-Wehrmachts-Krad-Melder und Ex-Stalingrad-Kämpfer.
Seiner Meinung nach war unser Führer Adolf Hitler im Kampf um Berlin, an der Spitze seiner Truppen, heldenhaft für Deutschland kämpfend, gefallen.
Ich liebe dieses Thema nicht, aber es gehört leider zu einem souveränen Europa, das über vergleichbare Strukturen wie die USA, China, Russland oder wie jeder souveräne Staat verfügen muss.
Derzeit Europa ohne Verteidigung zu fordern, wäre Träumerei. Realität ist, dass Europa sogar Atomwaffen benötigt, weil jeder Staat, der nicht erpresst werden möchte, solche besitzt.
An (atomare) Abrüstung denkt derzeit kein Staat. Wenn sich Europa in einer perversen Welt behaupten will, darf es selbst perverse Überlegungen nicht vernachlässigen oder ablehnen.
Aber es würde zu einem souveränen Europa passen, auf globale Abrüstung hinzuarbeiten und die immensen Rüstungskosten umzulenken zur Befriedigung drängenderer Probleme der Menschheit. In diesem Ductus denken wir mal über eine europäische Armee nach.
Ein Denkfehler.
Weil der Rüstungs-Etat der USA im Verhältnis zu allen europäischen NATO-Mitgliedern 2/3 ausmacht, also die Europäer nur 1/3 beitragen, ist es normal, dass die USA seit Beginn der NATO den Oberbefehlshaber stellen. Die Europäer erhalten mit dem Generalsekretär den Posten des Büroleiters.
Entschuldigung, das stimmt aber so nicht ganz. Der Rüstungs-Etat der USA deckt den Finanzbedarf deren weltweiten Ambitionen. Altkanzler Schmidt sprach 2007 von Stützpunkten in über 60 Ländern. Jetzt dürften es noch mehr sein. Der Riesen-US-Etat darf also nur zu einem winzigen Teil der NATO angerechnet werden.
Zumal sogar vom deutschen Ramstein aus die US-Drohnen gesteuert werden sollen, die irgendwo auf der Welt ihre Opfer suchen.
Selbst bei großzügiger Betrachtungsweise ist schwer zu belegen, dass Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Kroatien am Nord-Atlantik liegen.
Und der NATO-Vertrag kann von allen Seiten geprüft werden. Von Asien steht da nichts drin. Die NATO ist aber keine Hilfstruppe für Weltmachts-Ambitionen der USA. Hier klar unterschiedliche Interessen zu benennen, ist deswegen längst noch kein Anti-Amerikanismus.
Unterschiedliche Interessen sind hingegen eine Begründung für eine europäische Armee unter europäischem Kommando. Die Zeit der diesbezüglichen Emanzipation Europas ist überreif.
Das kann eine gründlich reformierte NATO sein. Mit europäischem Oberbefehl für die europäischen Truppen und US-amerikanischen für die US-Truppen.
Oder es entsteht eine eigene europäische Armee, die auch eigene Atomwaffen besitzt, die die europäische Regierung befehligt.
Beide Varianten darf nicht Kosmetik leiten, zur Bewahrung überholter Verhältnisse, sondern Ernsthaftigkeit als Fortschritt für beide Seiten.
Selbstverständlich bleibt einer souveränen europäischen Regierung
die Entscheidung überlassen, mit den USA ein enges Bündnis einzugehen & es als gleiche Partner zu gestalten. Im Rahmen dieses Bündnisses kann ein souveränes Europa den zunehmenden US-amerikanischen Forderungen nachkommen „mehr Verantwortung zu übernehmen“. – Und zwar nicht nur militärisch. Zu beider Nutzen.
Die souveräne Regierung Europas gibt es aber noch nicht. Die ist Thema des nächsten Kapitels.
Im nächsten Kapitel ist auch ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ ein Thema. In diesem Sinne wäre eine europäische Armee – beispielsweise – zunächst eine Angelegenheit der Staaten mit höherer Geschwindigkeit, während die Langsameren in der NATO verbleiben könnten.
So viel für heute. Nächsten Montag folgt:
Europa ist nicht souverän und hat keine souveräne Regierung.
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
Das ist eine Reihe zur Zukunft Europas in einer veränderten Welt unter dem General-Titel:
Das souveräne Europa aller Europäer.
(Aussendung September / Oktober 2023)
Herrn Präsident der Republik Frankreich, Emmanuel Macron, gewidmet.
Der zweite Teil befasste sich mit einigen Gedanken zu Europa als souveräner dritter Pol zwischen den USA und China.
Der dritte Teil behandelte die Armee eines souveränen Europas.
Europa ist nicht souverän und hat keine souveräne Regierung.
Die EU (früher die EWG) war von Anfang an ein Wirtschafts-Zusammenschluss souveräner Staaten. Die sechs EWG-Gründer-Staaten diskutierten bekanntlich lange darüber, ist Europa das „Vaterland Europa“ – oder das „Europa der Vaterländer“.
Wir wissen, dass man sich für das „Europa der Vaterländer“ entschieden hat. Bei sechs Vaterländern mit einem einheitlichen „Ideal eines vereinten Europas“ war das kein Problem.
Problematisch wird es, wenn – wie derzeit – 27 Vaterländer die EU bilden,
unter denen sogar solche „Vaterländer“ sind, die offen gegen das „europäische Ideal“ polemisieren, aber das „europäische Geld“ gern abkassieren.
Die derzeitigen, überholten EU-Regeln lassen solchen Widersinn zu.
Über jede Kleinigkeit entscheiden – in basarmäßigem Geschacher – 27 Regierungen. Sie einigen sich – fast in der Regel – auf den kleinsten gemeinsamen Nenner & beauftragen damit den Beamten-Apparat der EU.
Dieses Procedere bildet die Voraussetzung, dass „der politische Zwerg EU“ ewig politisch ein Zwerg bleibt.
Denn das Tempo der EU bestimmt nicht der idealistische Elan der Gründergeneration der frühen Jahre. Heute bestimmen das EU-Tempo der Langsamste & der heftigste Bremser.
Groß-Konzerne, die den Zwerg mit ihren Lobbyisten dirigieren, lieben diesen Zustand.
Die Aufnahme der Ukraine in die EU –
mit korrupten, national-faschistoiden Strukturen, verbotenen Parteien, verbotenen Medien muss hier auch genannt werden. Als Warnung vor schweren Fehlern!
Geradezu kennzeichnend für den Zwerg EU ist die mehr als peinliche „Nicht-Lösung“ des Flüchtlings-Problems.
Die Europäerinnen & Europäer sehen nur das Totalversagen vorgeblicher Demokraten, sowie die Überlastung ihrer Gesellschaften & quittieren das mit einem Europa-weitem Rechts-Ruck zu den Anti-Demokraten.
Zu verantworten haben das 27 Regierungen, die so etwas – Jahrzehnte-lang – dem europäischen Ideal und 448,4 Mill. europäischen Menschen zugemutet haben.
Inzwischen sprechen manche Kommentare von „EU-Zerreißprobe“. Jedenfalls konnten sich die 27 im Oktober 2023 in Granada / Spanien nicht einmal auf ein Abschluss-Communiqué einigen.
Und wie greift der „politische Zwerg EU“ in den jetzt wieder aufgeflammten Nah-Ost-Konflikt ein? – Mit salbungsvollen Apellen; – obwohl er Kraft und Kompetenz zu echter Vermittlung hätte!
Die EU-Wahlbeteiligung befindet sich in permanenten Sinkflug.
Wahlen ohne Wähler/innen! – Warum wohl?
In der Wahlperiode 2014 erzielte das EU-Parlament Kompetenzgewinne & wurde vernehmlicher. Die Folge war ein deutlicher Anstieg in 2019.
Trotzdem lag dieser Wert weit unter dem von 1979 und unter den Beteiligungen an Landtags-Wahlen.
Darf man „Zufriedenheit der Wählerinnen & Wähler“ aus solch traurigen Beteiligungen ableiten?
1979 61,99 %
1989 58,41 %
1994 56,67 %
1999 49,61 %
2004 45,47 %
2009 42,97 %
2014 42,61 %
2019 50,62 %
Für 50 % aller europäischen Wahlberechtigten ist der „Wirtschafts-Club Europa“ so uninteressant, dass man dafür nicht einmal zur Wahl geht. Wohlgemerkt: Dabei handelt es sich um fast 200 Millionen europäische Wahl-Verweigerer..
Wer wirklich meint, das kann alles so bleiben, weil das ja bisher funktioniert hat, könnte bald feststellen, dass da ein existentieller Irrtum vorliegt.
Die USA contra China & die G7 contra BRICS-plus – sowie der globale Rückgang der Herrlichkeit des „weißen Mannes“ – haben die Welt verändert.
Mit Achselzucken darauf zu reagieren ist zu wenig.
Früher konnte man zum „großen Bruder“ in Washington schielen und abwarten. Heute sieht man dort nur Instabilität & Überschuldung & Trumpismus. Von da sind eher Probleme als Hilfe zu erwarten. Europa muss sich selbst helfen! Europa muss endlich begreifen, dass ihm dazu kaum noch Zeit zur Verfügung steht.
Eine souveräne europäische Regierung könnte in kurzer Zeit entstehen.
Es würde sich um ein freiheitlich-demokratisches System handeln mit einem typischen Zwei-Kammern-Parlament.
Die erste Kammer wäre das bestehende EU-Parlament, dessen Befugnisse noch massiv auf alle Daseins-Bereiche ausgeweitet werden müssten. (Sitz: beispielsweise Brüssel.)
Der Senat als zweite Kammer vertritt die Staats-Regierungen. Dessen Mitgliederzahl entspricht der Zahl des jeweiligen Staatsvolkes. (Sitz: beispielsweise Straßburg.) Die erste Kammer wählt die Regierung.
Eine Europäische Verfassung
Beide Kammern & gewählte externe Beratergremien erarbeiten die Europäische Verfassung, die der Wirklichkeit des 21. und 22. Jahrhunderts entspricht.
Darin haben alle Werte der Französischen Revolution gleichrangige Gültigkeit, nicht nur die der Freiheit, die leider zu oft als die hemmungslose Freiheit des Kapitals missverstanden wurde. Gleichheit & Brüderlichkeit versanken hingegen in Archiven.
Wobei die Gleichheit eher als „Gleichwertigkeit“ zu definieren wäre. Denn die Menschheit bildet eine plurale Vielfalt, die ein Einheitliches zum Nutzen des Ganzen ergibt. Aber dank seiner Würde gilt für jeden Menschen die „Gleichwertigkeit“
Die Bourgeoisie bezweifelte nach der Französischen Revolution, in der Postkutschen-Zeit, Ende des 18. Jahrhunderts, dass der „Pöbel“, der weder Lesen noch Schreiben konnte, zur direkten demokratischen Beteiligung geeignet sei.
So entstand die „repräsentative Demokratie“. Sie gilt bis heute, obwohl wir längst nicht mehr in der Postkutsche reisen. Lesen & Schreiben können im High-Tech-Zeitalter (fast) alle.
Angebliche Volksvertreter vertreten das Volk? Mit dem Kreuzchen geben Wählerinnen & Wähler & „Wählende“ ihre Stimme ab. Im doppelten Sinn des Wortes. – Und was ist, wenn „Volks-Vertreter/innen“ Vertreter irgendwelcher Interessengruppen sind?
Im deutschen Bundestag sind 108 Abgeordnete Beamte, 109 Abgeordnete Beschäftigte im öffentlichen Dienst, 124 arbeiten bei irgendwelchen Organisationen, 149 arbeiten in freien Berufen. Viele davon sind Rechtsanwälte. Bildet diese Struktur etwa die Realität unseres Volkes ab?
Warum ersticken wir im Vorschriften Dschungel? – Können uns da noch erschreckende gesellschaftliche Umfragewerte verwundern?
(Quelle: Statista – Mitglieder des 20. Deutschen Bundestages nach Berufsgruppen)
Angeblich seien sie nur ihrem Gewissen verpflichtet. In der Realität existiert aber der „Fraktions-Zwang“. Das bedeutet: Entweder stimmst du nach Weisung der Fraktionsführung, oder du verlierst deinen Listenplatz für die nächste Wahl.
Demokratischer ist die direkte – oder Basisdemokratie,
Direkte Demokratie benötigt Bürgerinnen & Bürger, die mehr im Kopf haben
Es könnte ein Misch-System aus repräsentativer und direkter Demokratie
verfassungsmäßig garantiert werden. Das bedeutet, dass sich Volks-Befragungen und Volks-Entscheide verfassungsmäßig etablieren. Dass aber gleichzeitig Grundlagen der Demokratie – für immer – unantastbar sind.
Zum Beispiel:
Über die Wieder-Einführung der Todesstrafe gibt es keine Abstimmungen.
Aber ob Sommer- & Winterzeit abgeschafft werden & man zur Mitteleuropäischen Zeit MEZ zurückkehrt – und ob es auf Sommer- oder Winterzeit-Basis „Zwölf Uhr Mittag“ schlägt, das könnten die Menschen sehr wohl entscheiden. Sogar viel schneller als 27 Regierungen.
27 Regierungen können das offenbar nicht, sondern palavern seit Jahren darüber, damit aller Welt das EU-Zwergentum bis ins kleinste Detail dargeboten wird.
So, wie man jetzt – sicher nicht nur in diesem Fall – europäisches Zwergentum global präsentiert, könnte man das geschilderte Modell – aller Welt – als gelebten, demokratischen Fortschritt des 21. Jahrhunderts vorführen.
Ein solcher Fortschritt wäre
Ich weiß, Ihr Lieben, dass man so etwas einfach schreiben kann, dass aber die Umsetzung das Problem darstellt.
Ja, auch die Umsetzung wäre machbar. Vorausgesetzt der Wille dazu ist vorhanden.
Da fragt sich, bei wem dieser Wille vorhanden ist – und bei wem nicht. Traumhaft wäre, wenn Alle dieser Wille einen würde. – Wie gesagt: „Traumhaft“. Real könnten sich – günstigstenfalls drei Gruppen ergeben:
Dafür. – Vielleicht, aber. – Dagegen.
Daraus folgert, dass eine Regierung eines souveränen Europas in Etappen entstehen kann, so, wie der Beitritt zur EU in Etappen erfolgte.
Das kann eine Entstehung in zwei – oder in mehreren – Geschwindigkeiten / Etappen ergeben.
Dabei steht jedem europäischen Staat der Beitritt offen, so, wie jeder europäische Staat – angesichts der dargestellten veränderten Weltlage – aufgerufen ist, zur ersten – der Gründungsgruppe – zu gehören.
Aufgerufen sind dazu nicht nur Staaten,
sondern Staatsbürgerinnen & Staatsbürger, die aus Verantwortung gegenüber unserer Zukunft und der Zukunft ihrer Kinder ein starkes, fortschrittliches, souveränes Europa als überfällig erachten.
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
in der vergangenen Woche ragten zwei Einzel-Ereignisse von jeweils globaler Bedeutung heraus, die irgendwie zusammengehören.
Johannisburg: BRICS erweitert sich zu BRICS-plus.
Zürich: Die UBS-Bank veröffentlicht ihren diesjährigen „Global Wealth Report 2023“.
UBS:
Das globale Netto-Vermögen ging 2022 um 2,4% zurück.
Aber die UBS erwartet für die nächsten fünf Jahre eine Vermögens-Steigerung um 38 %.
Der globale Vermögens-Verlust konzentriere sich stark auf die wohlhabenderen Regionen Nordamerika & Europa. Sie verloren 10,9 Billionen $.
Die Verluste im asiatisch-pazifischen Raum betrugen 2,1 Billionen $.
Lateinamerika erzielte einen Vermögenszuwachs von 2,4 Billionen $.
Die UBS sieht bei Schwellenländern dieser Art künftig das höchste Steigerungs-Potential.
Einzelne Länder mit den höchsten Verlusten sind, laut UBS, vor allen die USA, Japan, China, Canada.
Die größten Vermögens-Zuwächse erzielten
Besonders beachtenswert ist Russland, das dieses Ergebnis trotz strenger Embargos erzielte.
Laut UBS hat sich das mittlere Vermögen seit dem Jahr 2000 um das Fünffache (!) erhöht.
Hauptsächlich sei das auf das rasche Vermögenswachstum in China zurückzuführen. Das steht jetzt nicht bei UBS, dürfte aber bekannt sein: China hat 800 Millionen Menschen aus bitterster Armut geholt.
Allein schon eine solche UBS-Zahlen-Analyse weist auf deutliche Verschiebungen in der Weltwirtschaft hin.
(Quelle: Handelsblatt 25.08.2023 „Wie das Bündnis der Uneinigen nach mehr Einfluss greift.“)
Ab 2024 erweitern Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien, sowie die Vereinigten Arabischen Emirate BRICS zu BRICS-plus.
Einige Staaten, wie Ägypten, Argentinien & Saudi-Arabien, die einst fest zum Westen zählten, schließen sich diesem „Gegenpol“ an. Laut Handelsblatt kommt BRICS-plus auf 29,2 % der globalen Wirtschaftsleistung. Aber immer noch verfügen die G 7 über 45 %.
Richtig; – ein Bündnis der Einigkeit ist BRICS-plus bestimmt nicht.
Aber wie einig sind wir in der EU? Und wie einig sind sich die G7 hinter verschlossenen Türen? – Unterschiedliche Interessen sind berechtigt & normal.
Es gibt aber Grundlagen, die Bündnisse grundsätzlich einen.
Die Gegnerschaft zum Westen eint BRICS-plus.
Warum?
Weil „der weiße Mann“ alles getan hat, die „Kulis der dritten Welt“, Kulis bleiben zu lassen. Weil dieses seinem Nutzen diente & Basis seines Reichtums & Wohlstands war. Wohlstand des Westens gesponsert von der Armut des Südens. So viel zur Moral des „weißen Mannes“.
Unmoral gepaart mit Dummheit.
Bei Gier nach billigen Rohstoffen & Arbeitsleistung zu Hungerlöhnen setzt nicht nur die christliche Moral aus, sondern auch Verstand & Weitsicht.
Ehemalige Kolonien zu „Freunden & gleichwertigen Partnern machen?“
Jetzt sind diese ökonomischen Realisten äußerst verwundert,
Aber der Groll über die Zumutungen des Westens
Zweifellos hat der Westen übertrieben.
Beispielsweise:
Der Westen, als Kunde der Rohstofflieferanten der dritten Welt, etabliert Börsen, die die Billig-Preise für deren Rohstoffe festlegen.
Auf unsere persönlichen Verhältnisse übertragen bedeutet das:
Während sich unsere Tagesnachrichten darum drehen, welches Dorf in der Ukraine wieder dem Erdboden gleich gemacht wurde, vollzieht sich eine rasante globale Veränderung, die dieses Jahrhundert bestimmen wird.
Diese globale Veränderung scheint mir so wichtig, dass ich dieses Thema nächsten Montag fortsetzen & vertiefen möchte.
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
Und, ja, es geht ihm wieder richtig gut. Durch die Brillanz des Fachmanns. Eine früh-steinzeitliche Generation, wie die meine, die ohne Handy leben – & sich mit Straßenkarten durch Städte quälen musste, kann solche Probleme nicht allein bewältigen.
Das ist das zweite „Wort zum Montag“ zum Thema BRICS-plus
Der Schluss-Satz des ersten Teiles lautete:
„Während sich unsere Tagesnachrichten darum drehen, welches Dorf in der Ukraine wieder dem Erdboden gleich gemacht wurde, vollzieht sich eine rasante globale Veränderung, die dieses Jahrhundert bestimmen wird.“
Und das „Handelsblatt“ meinte:
(Quelle: Handelsblatt 25.08.2023 „Wie das Bündnis der Uneinigen nach mehr Einfluss greift.“)
Haben wir Grund, darüber nachzudenken, was das für uns im 21. Jahrhundert bedeuten könnte?
(Peter Scholl-Latour: „Die Angst des weißen Mannes. – Ein Abgesang – ISBN 9783549073315)
Ökonomische Veränderungen stellen dabei wohl das kleinere Übel dar.
Dazu einige Stichworte. Die wirtschaftliche Stärke des Westens ist immer noch beeindruckend. Das Handelsblatt nennt für BRICS-plus 29,2 % und für die G7 45 % der globalen Wirtschaftsleistung. Aber das ist eine aktuelle Momentaufnahme, die sich ändern kann – und sich ändern wird.
Die Stärke der BRICS-plus-Gruppe ist deren milliardenfaches Kaufkraft-Potential,
das aber – wie kürzlich in China geschehen – plötzlich von Import-Autos auf Eigen-Produktionen umschwenken kann. Vor allem dann, wenn der technische Vorsprung der Importe schwächelt. Export-Märkte werden für den Westen nicht einfacher.
Hier liegt ein gigantisches Versäumnis des Westens,
das neo-liberale Gier angetrieben hat.
China puscht Zukunftstechnologien derart zielstrebig, dass es bei diesen die Welt-Führerschaft erreicht. „Made in China 2025“ nennt sich dieses Programm.
Der westliche Neo-Liberalismus hingegen plündert Staaten & Betriebe derart rücksichtslos aus, dass auch bei Forschung & Entwicklung gespart werden muss.
Huaweis Spitzentechnik kann im Westen nur durch „Spionage-Erzählungen“ ausgebremst werden. Und sieben – statt zwei – Jahre Garantie für jedes Auto ist nicht „made in Germany“, sondern stammt von KIA aus Süd-Korea.
(Siehe mein Buch „2000 Jahre nach Christus – Hat die Zukunft eine Zukuft?“ – Kapitel 17.1.).
In der vergangenen Woche besuchte Bundeskanzler Scholz unser Raumfahrt-Zentrum, um zu erfahren, dass unsere Raumfahrt zehn Jahre hinter dem BRICS-Land Indien hinterherhinkt. Indien ist das Land mit der höchsten Rate an Analphabeten, einer rückständigen Landwirtschaft, Millionen Bettelarmer, mit einem Pro-Kopf-BIP 2022 von $ 2.380
(Vergleich Pro-Kopf-BIP WELT 2021 $ 12.235 – Quellen: Statista)
Das deutsche Pro-Kopf-BIP liegt übrigens bei $ 51.204. Ein bettelarmes Land mit dem Ehrgeiz, auf dem Mond landen zu müssen. – Entschuldigung! Ich erlaube mir, dieses als „Irrsinn“ zu bezeichnen. Aber möglicherweise müssen wir uns an „ein solch wunderliches Umfeld“ gewöhnen.
Ein Problem für den Westen werden sicher höhere Rohstoff-Preise sein.
Die „Fiktion Wachstum“ ist aus mehreren Gründen ein Auslauf-Modell.
Je eher das die neo-liberalen Schönredner begreifen & Alternativen entwickeln, desto mehr bleibt von unserer „Schöpfung Erde“ übrig. –
Und ein ganz wichtiger Punkt: Zu Europa passt eine diesbezügliche Vorreiter-Rolle.
Wenn wir über die nächsten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts nachdenken, dürfen wir die Künstliche Intelligenz & die Roboter nicht vergessen.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass menschliche Arbeitskraft in Größenordnungen ersetzt wird. Erstmals in der Menschheitsgeschichte wird es vielen Menschen nicht mehr möglich sein, mit „Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen“.
(Siehe mein Buch „2000 Jahre nach Christus – Hat die Zukunft eine Zukunft?“ – Kapitel 23.).
Das wird erhebliche soziale Probleme verursachen.
Und zwar global. Diese Probleme sind zu lösen – und sind lösbar. Hoffentlich rechtzeitig & demokratisch-friedlich. Auch hier könnte Europa eine Vorreiter-Rolle übernehmen.
Was bleibt von der Globalisierung?
Es ist sehr amüsant zu sehen, wie die einstigen Schönredner der Globalisierung die Richtung ändern. Zwar nicht um 360°, wie Frau Baerbock, aber radikal um 180°.
Bei uns Werke schließen, Leute entlassen, bei den Armen zu Hungerlöhnen mit laxen Umweltregeln produzieren.
Jetzt wollen sie wieder zurück. Aber nicht mit angeblich fehlenden Mitarbeitern produzieren, sondern mit modernster Roboter-Technik. Die ist billiger als die Hungerlöhne in den Hungerlohn-Staaten.
Soviel zu neo-liberaler Moral, sozialer Verpflichtung des Eigentums & Nachhaltigkeit.
(Siehe auch: IHK-Magazin München – Ausgabe 05/2020 – Professorin Dalia Marin – Die Grenzen der Globalisierung – Reshoring)
Wie ist das mit der globalen Verantwortung für unsere Erde?
Ist die jetzt nötiger denn je? Wir haben keine Vereinbarung gegen atomare Über-Rüstung. Aber ein Atomkrieg kann das Ende der Menschheit bedeuten.
„Hilfe zur Selbsthilfe“ kann globale Armut, Hunger & Wassermangel beenden. Europa könnte auch hier eine Vorreiter-Rolle übernehmen.
Wir brauchen dringend ein friedliches globales Miteinander.
Abschließend zu den Stichworten Ökonomie:
Da braucht uns auch die „bedeutende Botschaft des BRICS-plus-Gegenpols zum Westens“ nicht beunruhigen. Aber ohne Bereitschaft zu neuem Denken & konsequentem Handeln wird das nicht klappen.
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
Hallo, Ihr Lieben,
Gibt es nur eine Weltmacht – oder mehrere Welt-Mächte – oder unsere eine Welt? Unsere Welt der Menschen?
Ja, Ihr Lieben, Papier ist ja geduldig & ein Computer nimmt jede Illusion auf, mit der er gefüttert wird & versendet sie.
Beispielsweise:
„Unsere Welt der Menschen.“ – Und wovon träumt Ihr nachts?
Da gab es mal den Jesus und sein „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ Oder die Französische Revolution mit „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“.
Das gehört – neben den alten Griechen, der Aufklärung, dem Humanismus und der Industrialisierung zu den ganz großen positiven Errungenschaften und Werten, die der „weiße Mann“ des Abendlandes der Menschheit schenkte.
sowie das teuflische Prinzip,
dass sehr viele Arme zum Nutzen ganz wenig richtig Reicher arm bleiben müssen.
(Siehe mein Buch „2000 Jahre nach Christus – Hat die Zukunft eine Zukunft“ – Kapitel 15.3.).
Gibt es einen Führungsanspruch der weißen Minderheit?
In den USA sind „die Weißen“ inzwischen eine Minderheit. Populisten um Trump kochen damit ihr nationalistisch-rassistisch-vergiftetes Süppchen. Die vorgestrigen weißen Nationalisten weltweit tun es ihnen gleich. Der globalen „weißen Minderheit“ steht ein selbstverständlicher Herrschaftsanspruch über „Untermenschen“ (Adolf Hitler) & sonstigen „Minderwertigen“ zu.
Warum ist das so? Weil das immer schon so war. Die Argumente für solchen Schwachsinn sind hohl, aber laut; manchmal schlagend oder erschlagend, – oft genug auch mordend.
BRICS-plus könnte dazu beitragen, Sichtweisen zu korrigieren. Hoffentlich menschlich & demokratisch & friedlich.
Hoffentlich nicht im vergangenen, „dunklen Stil des weißen Mannes“.
Sondern auf einem Niveau, das dem hoch entwickelten, zivilisierten 21. Jahrhundert entspricht. Wo Menschen aller Hautfarben miteinander arbeiten, miteinander leben & miteinander glücklich sind. Weiße, Gelbe, Braune. In „Gleichheit“ nach der Französischen Revolution.
Ja, eine „Welt der Menschen“.
In der die Gesellschaften des „weißen Mannes“ ihren sicheren Platz haben. Als „Gleiche unter Gleichen“ – aber ohne jeden Führungsanspruch. – Warum sollte das Utopie sein?
Das sollte unbedingt auch für „Brüder aller Religionen gelten“.
Ohne religiöse Intoleranz & ohne religiösem Fanatismus. Diese Forderung richtet sich keineswegs nur an die christliche Adresse. – Religionen lieferten historisch die häufigsten Anlässe für Gewalt & Kriege.
Warum soll das Utopie bleiben?
Das Abbild der „Welt der Menschen“ könnten – und müssten – die UN sein.
Die gefährliche Zeit der Umbrüche.
Aus der Historie kennen wir viele Imperien, die aufstiegen, herrschten und dann wieder abstiegen. Das galt schon lange vor den Römern, aber auch für diese.
Was wurde aus den islamischen Mauren, dem Spanischen Weltreich, dem Napoleonischen, dem Osmanischen, dem britischen Empire, der Sowjetunion – & vielen anderen. Vom Faschismus ganz zu schweigen. Friedlich fanden Umbrüche selten statt.
BRICS-plus hat alles Zeug,
ein Umbruch im 21. Jahrhundert zu werden.
Nur, bei diesem Umbruch sind alle neuen & alten Akteure Atom-Mächte und: „Atom-Mächte kapitulieren nicht.“
Könnte dadurch bei dem schärfsten & reichsten Kriegstreiber (Kriegs-Gewinnler) die Einsicht reifen, dass sich Krieg nicht mehr lohnt? Weil jeder mal seinen Atom-Bunker verlassen muss & eine „total-vernichtete Erde“ vorfindet?
Damit kehren wir von der schönen Utopie wieder zur brutalen Wirklichkeit zurück. Der leichtfertige Umgang mit der irdischen Total-Vernichtung ist erschreckend!
Im April 2021 empfing der neue US-Präsident Biden als ersten Staatsgast den japanischen Ministerpräsidenten Suga. Man sprach von enger Freundschaft – & meinte gegen China.
„In der gemeinsamen Erklärung hieß es,
(Quelle: Neue Züricher Zeitung 17.4.2021)
Diese Schutz-Zusage bezog sich auf unbewohnte japanische Rohstoff-Inseln. Inzwischen wird der Formosa-Konflikt gefährlich hochgeschaukelt. De facto gehört seit der Niederlage Japans, 1945, die Hoheitsgewalt über Formosa der Republik China.
Die UN erkannten den Alleinvertretungs-Anspruch der Volksrepublik China mit der Resolution 2758 an.
Damit könnte man hier von „Völkerrecht“ sprechen. Offenbar sehen das die USA „ein kleines bisschen anders“.
Die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu Taiwan basieren auf dem 1979 vom US-Kongress verabschiedeten Taiwan Relations Act (TRA), in dem die USA ihre Unterstützung für eine weiterhin demokratische Entwicklung Taiwans ausdrücken.
Die darin enthaltene Erklärung der USA, Taiwan bei Bedarf mit defensiven Waffen auszurüsten, belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen China und den Vereinigten Staaten.
(Quelle: Wikipedia-Ein-China-Politik)
„Was interessiert uns Asien – kehren wir nach Europa zurück.“ Dieser Spruch ist „saublöd“, weil uns die dortige Entwicklung genauso betrifft. Dennoch kehren wir nach Europa zurück:
Putin spricht – leichtfertig –
Die USA liefern der Ukraine panzerbrechende Uran-Munition.
(Quellen: FOCUS-online, 07.09.2023: „USA liefert umstrittene Uran-Munition an Ukraine“; Weitere Quellen: Berliner Kurier, 22.03.2023: Panzerbrechende Geschosse – Großbritannien liefert Uran-Munition an Ukraine: Russland warnt vor „Eskalation“ mit Atom-Waffe und droht – mit „schmutziger“ Bombe?“ – Schweizer Radio und Fernsehen, 06.10.2022: Ukraine-Krieg: Die nukleare Bedrohung wächst“)
„Die nukleare Bedrohung wächst – auch vor unserer Haustür.“
Das schon mal als Vorgeschmack:
Die Entwicklung in der Ukraine verläuft seit der Jahrtausend-Wende haargenau nach dem Konzept des ehemaligen US-Regierungsberaters Zbigniew Brzeziński.
Demnach ist die Ukraine erst der „Einstieg in das große Schachbrett“. Das dünn besiedelte – aber rohstoffreiche Kasachstan ist viel interessanter.
„Die Vereinigten Staaten als „erste, einzige wirkliche und letzte Weltmacht“
(Quelle: Wikipedia- Zbigniew Brzeziński- The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives, 1997, Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft – ISBN 9783864452499)
China ist mit Russland und einigen anderen „Anti-Westen-Fanatikern“ der „Leader“ bei BRICS-plus.
In dieser veränderten Situation muss Europa seine Rolle finden.
Weil „europäischer Anti-Amerikanismus“ eine Dummheit wäre, werden selbst
„unfrisierte Gedanken“ nicht „anti-amerikanisch“ sein.
Damit wünsche ich Euch eine wunderschöne Woche und alles Gute!
